Posterous theme by Cory Watilo

SEO - ein Hexenwerk?

Von Tobias Gatzke

 

Nicht erst seitdem Unternehmen im Internet aktiv um ihre Kunden buhlen, ist SEO in aller Munde. Als Mitte der 90er Jahre die ersten Suchmaschinen online gingen, wurde SEO bald ein fester Begriff – wäre er ohne Suchmaschinen auch gar nicht möglich.

Doch mit der steigenden Anzahl von Suchmaschinenoptimierern erhöhte sich auch die Skepsis gegenüber den Anbietern. Ein ganz nüchterner Blick auf Mythen und Möglichkeiten:

 

SEO, kurz für Search Engine Optimization oder zu deutsch Suchmaschinenoptimierung, beschreibt die Perfektionierung von Websites, um in Suchmaschinen möglichst weit vorne platziert zu werden. Das ist alles. Es war nie mehr und wird auch nie mehr sein.

Informiert man sich jedoch über Maßnahmen zur Suchmaschinenoptimierung, gewinnt man schnell den Eindruck, dass es hier auf weit mehr als nur der richtigen Einstellungen in der Website ankommt. Da ist von IP-Popularity, Linknetzwerken, Meta-Tags und Landing- Pages die Rede. Angeblich soll es mehr als 200 Faktoren geben, nach denen Google eine Website bewertet. Wer behält da den Überblick?

 

Schauen wir uns mal in der Geschichte der SEO genauer an, warum die Suchmaschinenoptimierung so komplex geworden ist. Die Suchmaschine Yahoo! ging 1994 online und indexierte die ersten Websites. Bereits da begannen Tüftler Websites so zu manipulieren, dass sie von Yahoo! besser bewertet wurden. Damals reichte das häufige Wiederholen von Schlagwörtern auf einer Seite, welches schon für mehr Relevanz sorgte. Der Suchalgorithmus, also die Handlungsvorschrift nach der eine Suchmaschine Websites bewertet, wurde im Laufe der Jahre weiter verfeinert, um die Wirksamkeit solch einfacher Änderungen zu minimieren und mehr relevante Ergebnisse zu liefern.

 

Google ging 1999 online und brachte innerhalb weniger Jahre die ganze Suchmaschinenbranche durcheinander. Nicht zuletzt, weil Google bereits ab dem Jahr 2001 die Google-Toolbar für SEOs veröffentlichte. Dieses Tool erlaubte es, alle für eine Google-Indexierung relevanten Daten abzurufen. Somit konnte Google den Webmastern auch diktieren, wie sie im Sinne von Google ihre Seite gestalten und gut lesbare Websites erstellen sollten. Durch diese Maßnahme konnte Google schneller exakte Ergebnisse zu einer Suchabfrage liefern und wurde so sehr schnell zur größten Suchmaschine der Welt.

 

Suchmaschinenoptimierer versuchten natürlich weiterhin, durch erlaubte und unerlaubte Methoden hohe Positionen in den Google-Suchergebnissen zu erreichen. Das widerrum veranlasste Google immer dazu, neue Änderungen am Algorithmus vorzunehmen und unerlaubte Methoden zu unterbinden. Auf der anderen Seite hatte die Suchmaschine weiterhin Interesse an einer sauberen Optimierung von Websites, was letztendlich auch die Ergebnisse verbesserte. Dafür richtete Google öffentliche Informationskanäle für SEOs und Webmaster ein, die alle unterstützenden Optimierungsmöglichkeiten vorstellten.

 

Auf diese Weise haben sich bis heute über 200 Faktoren „angesammelt“, die zur Optimierung einer Website oder eines Online-Shops wichtig sind. Oftmals reichen jedoch für gute Ergebnisse schon einige wenige Änderungen.

 

Heute definiert sich Suchmaschinenoptimierung also über die von Google erlaubte Anwendung von Optimierungsmaßnahmen. Unerlaubte Tricks bei der Optimierung („Black-Hat SEO“) gibt es nach wie vor, diese können aber nur kurzweilige Erfolge erzielen. Langfristig gute Ergebnisse in den Suchergebnissen erreicht man mit einer professionellen, nach Google-Richtlinien ausgerichteten Suchmaschinenoptimierung („White-Hat SEO“). Wenn man so will, ist ein Suchmaschinenoptimierer ein Berater für gut gestaltete Onlineauftritte, die der Suchmaschine und besonders dem User nützliche Ergebnisse liefert und das Surfen oder Einkaufen zu einem störungsfreien Erlebnis macht. Dem Umsatz hat SEO noch nie geschadet.

 

Weiterführende Informationen:

Matt Cutts, Head of Google Webspam Team: SEO ist kein SPAM ||